Atemgymnastik

Atemgymnastik – im Rhythmus Ihres Lebens

In diesem Blogartikel erfahren Sie alles rund um das Thema Atemgymnastik und wann es sinnvoll ist, Ihre Atmung einmal ins Zentrum Ihres Geschehens zu rücken. Im Prinzip verhalten sich Gymnastik und Atmung wie Lavendel und Rosen. Doch weshalb ist das so?

Der intensive Duft des Lavendels hält Schädlinge fern, wodurch Sie mit üppigen Rosenblüten und prächtigem Duft belohnt werden. Mit Ihrem Atemverhalten ist es ähnlich. Führen Sie nun eine Übung durch, bei der Sie Ihre Atmung gezielt betonen, fördert dies Ihre Lungenbelüftung.

Ihr Atemsystem kann störanfällig reagieren, wenn Sie beispielsweise von chronischen Stresssituationen oder vorliegenden Lungenkrankheiten (Asthma, COPD) betroffen sind. Summieren sich alltägliche Belastungen und bereits bestehende Atemwegsanfälligkeiten, ist es umso wichtiger Ihrer Atmung regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn Sie auch eine Atemtherapie zu Hause in Anspruch nehmen möchten, können Sie gern Kontakt mit mir aufnehmen. Als mobile Physiotherapeutin bin ich für Sie da.

Atemgymnastik – positive Auswirkungen für Körper und Geist

Lesen Sie hier, inwiefern Ihr Körper und Ihre Gesundheit von regelmäßigen Atemübungen profitieren:

  • Bewusstmachen Ihres Atemverhaltens
  • leichtere Identifikation von Atemstörungen
  • verbesserte Beweglichkeit Ihres Brustkorbs
  • Ihr Lungengewebe wird elastischer und kann mehr Sauerstoff aufnehmen
  • Zunahme Ihrer Zwerchfellaktivität (Ihr wichtigster Atemmuskel)
  • verbesserte Lungenfunktion und -belüftung
  • Minderung von Muskelverspannungen im Schulter- und Halsbereich
  • Erleichterung und Beruhigung  Ihrer Atmung
  • Sekretmobilisation
  • erleichtertes Abhusten wird ermöglicht

Wie Sie bemerken, ließe sich diese Liste weiter fortsetzen. Alles in Allem verfolgt dieser Artikel das Ziel, Ihnen einen möglichst genauen Einblick in die Themen Atemtherapie und -gymnastik zu geben. Sie werden staunen, wie leicht sich die folgenden Techniken in Ihren Alltag integrieren und umsetzen lassen. Verraten kann ich Ihnen jetzt schon, dass regelmäßige Atem- und Rückenübungen mehr Entspannung und Ruhe in Ihr Leben bringen. Darüber hinaus werden Sie mit einem höheren Energielevel belohnt, wodurch alltägliche Aufgaben leichter zu meistern sind.

Wenn Sie mehr Informationen rund um die Themen Atmung und Stressreduktion benötigen, können Sie gern weiter auf unserem Blog stöbern. Passend zu diesem Artikel erfahren Sie im Weiteren, welche Atemübungen bei Stress Ihnen helfen, Ihre Atmung zu beruhigen. Zusätzlich dazu entspannt sich auch Ihr Körper, wenn Sie Atemtechniken bei Stress regelmäßig anwenden. Somit können Sie durch stressreduziertes Atmen sowohl Körper und Geist beruhigen, was Ihr System nachhaltig im Gleichgewicht hält.

Falls Sie nach Atemtechniken suchen, um ein Asthma bronchiale zu behandeln, hilft Ihnen eine Atemtherapie bei Asthma dabei, Ihre Symptome zu lindern und Ihre Atmung zu beruhigen. Darüber hinaus gibt es auch bei der chronisch, entzündlichen Lungenerkrankungen (COPD) hilfreiche Atemübungen bei COPD, mit denen Sie verengte Atemwege wieder weiten und dadurch besser Luft bekommen.

Bei den hier vorgestellten Atemübungen besteht der Vorteil darin, dass diese leicht in Ihren Alltag integrierbar sind und mit nur wenigen Minuten am Tag umgesetzt werden können. Probieren Sie es aus!

Atmung und Bewegung bringen Körper in Balance

Neben speziellen Yogaübungen und Lungensport unterstützt Sie eine individuelle Atemgymnastik, wieder entspannt zu atmen. Mehr Einblicke geben Ihnen folgende Übungen aus der Wirbelsäulengymnastik:

Mobilisation Ihrer Wirbelsäule

Positionieren Sie sich aufrecht und strecken Sie Ihren Rücken. Ziehen Sie dabei Ihre Schulterblätter nach hinten unten in Richtung Wirbelsäule.Versuchen Sie diese soweit zu strecken, bis Sie über Ihren Körpermittelpunkt nach hinten gehend hinausgehen. Heben Sie nun Ihre Arme an und strecken Sie diese weit nach oben außen. Kombinieren Sie die Armbewegung mit der Streckung Ihrer Wirbelsäule. Außerdem können Sie Ihre Wirbelsäule zur Seite neigen und rotieren. Versuchen Sie alle Bewegungsrichtungen vollständig auszuschöpfen.

Mit diesen gymnastischen Übungen dehnen Sie Ihre vordere Rumpfmuskulatur sowie Ihr Bronchial- und Lungengewebe. Infolge intensiver Dehnreize wird Ihre Lunge beweglicher, wodurch sich Ihre Sauerstoffaufnahme im Körper deutlich verbessert.

Atmung erleichtern – Lebensqualität zurückerobern

Gibt es manchmal Situationen, in denen Ihre Atmung andere Töne anschlägt, als es Ihnen lieb ist? Wenn dem so ist, sind die folgenden Tipps genau das Richtige für Sie! Lesen Sie deshalb hier, wie Sie Ihre aus dem Takt gekommene Atmung wieder beruhigen.

Drehdehnlagerung

Legen Sie sich bequem auf den Boden und blicken Sie anschließend zur Decke. Bewegen Sie danach Ihre beiden Knie zur Brust und lassen Sie Ihre Beine nun angewinkelt zu einer Seite herabfallen.

Wenn Sie diese beispielsweise nach links ablegen, spüren Sie deutliche Dehneffekte auf der rechten Seite Ihres Brustkorbs. Um diese Wirkung noch zu verstärken, können Sie Ihr Arme nach oben außen ablegen. Probieren Sie diese Dehnübung nach einigen Minuten mit der anderen Seite.

Durch die Verschraubung von Brustkorb und Beckenbereich verbessert sich die Elastizität Ihrer Atem- und Rumpfmuskulatur. Somit wird das Lungengewebe auf der zu dehnenden Seite beweglicher und besser belüftet.

Kutschersitz

Diese Sitztechnik hilft Ihnen Ihre Atmung wieder zu normalisieren.

Setzen Sie sich auf einen Stuhl, neigen Sie Ihren Oberkörper etwas nach vorne oben und stützen Sie Ihre Unterarme nun auf Ihren Oberschenkeln ab. Durch die Abgabe Ihres Armgewichtes entlasten Sie Ihren Brustkorb, wodurch Sie sich leichter auf eine ruhige Atmung konzentrieren können.

Lippenbremse

Die Lippenbremse ist eine wirksame Atemtechnik, mit der Sie Ihre Atmung bei aufkommender Atemnot wieder beruhigen. Schließen Sie als Erstes Ihren Mund. Atmen Sie zuerst in Ihrem gewohnten Atemrhythmus ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Luft gegen Ihre sanft geschlossenen Lippen wieder ausatmen. Während Ihres Ausatemprozesses entsteht ein leichter Widerstand, welcher einen Luftrückstau in Ihren unteren Atemwegen auslöst. Anders formuliert werden Ihre Bronchien nun aufgeblasen wie ein Luftballon. Durch diesen Effekt verhindern Sie, dass Ihre Bronchien zusammenfallen und verbessern somit das Hinausströmen der Luft aus Ihrer Lunge. Diese Atemtechnik hilft Ihnen zuverlässig bei Lungenerkrankungen wie zum Beispiel Asthma bronchiale. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Umsetzen der Techniken. Und denken Sie dran: Eine funktionsfähige Lunge ist Gold wert!

 

 

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