Stress abbauen -Wie funktioniert`s am besten ?

Stress im Nacken an der Ursache packen

Der Wecker klingelt, jetzt aber raus aus dem Bett. Zügig ins Bad, Frühstück vorbereiten und noch schnell die Unterlagen für die Arbeit zusammensuchen. Ein Blick auf meine Uhr verrät: „Noch zehn Minuten länger und ich sehe meinen Bus von hinten.“ Also beeile ich mich, wie jeden Morgen. Negativer Stress kann viele Ursachen haben. Die genauen Gründe bei sich zu finden ist oftmals eine Herausforderung.

Oftmals entsteht chronische Überforderung auch durch berufliche und familiäre Probleme. Außerdem lösen unbewusste, innere Konfliktsituationen ebenfalls anhaltende Stressgefühle aus.

Zeitdruck und Überlastung werden von Ihrem Körper lange Zeit kompensiert. Doch treten diese regelmäßig und überdosiert auf, zeigen sich auf körperlicher und psychischer Ebene u.a. folgende Anzeichen:

  • psychosomatische Beschwerden wie Magen- und Darmprobleme
  • funktionelle Herz-Kreislaufbeschwerden
  • chronische Schmerzzustände wie Kopf- und Rückenschmerzen
  • Probleme Ihres Bewegungsapparats
  • Muskelverspannungen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Unruhegefühle
  • Depressionen
  • Ängste

Wussten Sie, dass anhaltende Überforderung sogar die Aktivität Ihres Immunsystems drosselt ? Verantwortlich dafür ist u.a. die vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin. Falls Sie also eine erhöhte Infektanfälligkeit bei sich feststellen, kann diese auch auf Stress zurückzuführen sein. Also sollten Sie versuchen, Ihr vegetatives Nervensystem zu beruhigen. Nur so erreichen Sie dauerhafte stressreduzierende Wirkungen. Wie das geht, erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Mehr Entspannung durch Atmung und Bewegung

Stress schlägt nicht nur auf Ihren Magen sondern auch auf Ihre Atmung. Je größer Ihr subjektives Stressempfinden ist, desto schneller und flacher ist auch Ihre Atmung. Eine Atemtherapie setzt genau hier an und unterstützt Sie, wieder ruhig und gelassen zu atmen.

Manchmal können Atemstörungen auch durch Muskelverspannungen verursacht werden. Dehnübungen und Wirbelsäulengymnastik tragen somit zu einer günstigeren Körperhaltung bei, wodurch sich auch Ihre Atmung reguliert. Ist eine Fehlhaltung für Ihre Atemstörung verantwortlich, ist der Physiotherapeut der richtige Ansprechpartner für Sie. Dieser löst vorhandene Blockaden sanft durch Muskeldehnungen und Gelenkmobilisationen. Allerdings können Atemprobleme auch durch eine mangelnde Beweglichkeit Ihrer inneren Organstrukturen entstehen. In diesem Fall finden Sie Unterstützung von einem kompetenten Osteopathen. Mit seinen Händen verbessert dieser die Beweglichkeit Ihres Organs (z.B. Zwerchfell), wodurch Sie wieder freier atmen.

Weitere Wege der Stressbewältigung

Haben Sie Ihre persönliche Stressursache erst mal gefunden, ist Ihr Weg zu Erholung und Ruhe geebnet. Vielleicht helfen Ihnen schon kleine Änderungen im Berufsleben bei bestehendem Leistungsdruck am Arbeitsplatz. Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause oder die Minimierung koffeinhaltiger Getränke wirken sich hierbei schon sehr positiv aus.

Weiterhin können Sie hohe, berufliche Anforderungen sehr gut durch Ihre Freizeitgestaltung kompensieren. Regelmäßige Aufenthalte in der Natur haben einen positiven Einfluss auf Ihre Stresstoleranz. Gerade Berlin bietet diesbezüglich erholsame Orte wie z.B. den Schlosspark Charlottenburg und den Grunewald. Selbst die Wanderwege entlang der Havel laden zu regelmäßigen Trainingseinheiten mit dem Fahrrad und zu Fuß ein. Wichtig ist, dass Sie Ihren Körper bewegen. Belohnt werden Sie demnach mit einem ausgeglichenen Körpergefühl und guter Laune.

Weitere Entspannungsmaßnahmen finden Sie in regelmäßigen Saunagängen und medizinischen Massagen Ihres Schulter-Nacken-Bereiches. Achten Sie außerdem auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf, um körperlich und geistig fit zu bleiben.

Entspannungstherapien auf dem Prüfstand

Neben Ihren individuellen Methoden tragen auch Entspannungsverfahren zu einer nachhaltigen Stressbewältigung bei. Sind Ihnen schon welche bekannt ? Als wissenschaftlich erwiesene Techniken gelten hierbei z.B. das autogene Training und die Muskelentspannung nach Jacobson.

Die erstere Technik verfolgt das Ziel, sich von innen heraus zu entspannen. Dies erreichen Sie durch wiederholte Autosuggestionen wie: „Mein Bauch ist warm und durchblutet.“ oder „Ich bin ganz ruhig und gelassen.“

Bei der Muskelentspannung nach Jacobson lernen Sie Ihre Muskelspannung wahrzunehmen und abzubauen. Dies ist dann hilfreich, wenn Sie in Ihrem Körper eine chronische Grundspannung bemerken. Diese zu lösen wirkt befreiend und entspannend. Der Vorteil dieser beiden Techniken ist auch, dass eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen gewährleistet ist.

Meditation und Yoga fördern ebenfalls einen achtsamen Umgang mit Ihrem Körper. Hierbei lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf Ihr Atem- und Bewegungsverhalten. Da Ihr Gehirn äußere Reize (Geräusche, Licht) dabei ausblendet, entsteht eine tiefe und nachhaltige Entspannung.

Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit herzustellen, kann ein erster Schritt sein.

Regelmäßige Erholung lässt Sie neu aufatmen. Regelmäßige Entspannung schenkt Ihnen Raum für Ruhe und Regeneration. Sie haben es in der Hand, Ihre Weichen neu zu stellen!

Stress abbauen -Wie funktioniert`s am besten ?